EINSATZBEREICHE

RFID in der Wäscherei und Textilpflege

Jedes Textil benötigt eine belastbare Befestigung und eine Prüfung über den gesamten Prozess.

Stand
24.09.2026
Mindestmenge
500 / Motiv

Auf einen Blick

Wäschereien, die einen Pilotversuch im vollständigen Zyklus durchführen können. Ein trockener Tischtest bildet einen realen Waschprozess nicht ab.

Drei Punkte vor der Bestellung:

  • vollständiger Wasch- und Aufbereitungsprozess
  • Befestigung an repräsentativen Textilien
  • Leserate nasser und trockener Stapel

Muster werden nummeriert und durch Sortierung, Waschen, Schleudern, Trocknen, Mangeln, Falten und Stapellesung verfolgt. Nach jeder Stufe werden Befestigung, Verformung und Leserate erfasst. Freigabe erfolgt erst nach mehreren repräsentativen Zyklen, da ein äußerlich intakter Tag bereits funktechnisch geschwächt sein kann.

Lesepunkte im Wäschereiablauf: Anlieferung, Sortierung, Auslieferung

In der Wäscherei wird ein Teil mehrmals erfasst: bei der Anlieferung der Schmutzwäsche, an der Sortierung nach Waschprogramm und bei der Auslieferung der sauberen Ware an den Kunden. Wo gelesen wird, bestimmt die Bauform der Leserantenne, nicht der Tag. Säcke und Rollcontainer laufen durch einen Lesetunnel oder stehen an einem Antennenplatz, gefaltete Teile werden am Packtisch Stapel für Stapel gelesen, Berufskleidung am Hängeförderer im Vorbeifahren. Die Stückzahl je Sack oder Wagen geht ohne Handzählung in den Lieferschein ein, und beide Seiten sehen, welche Teile angekommen und welche zurückgegangen sind.

Aus diesen Lesungen entsteht die Historie jedes Teils: wie oft es gewaschen wurde, wann es zuletzt beim Kunden war und ob es aus dem Umlauf verschwunden ist. Teile, die nach einer vereinbarten Zahl von Zyklen ausgemustert werden sollen, meldet die Software, statt dass jemand das Gewebe nach Augenschein beurteilt. Wie ein Tag diese Zyklen übersteht, hängt von Hülle, Befestigung und Hitzebeständigkeit ab; diese Bauformen beschreiben wir auf der Seite zu unseren RFID-Wäschetags und wiederholen sie hier nicht.

Vorprogrammierte Kennung und lesbare Nummer

Wir liefern Wäschetags auf Wunsch mit bereits geschriebener EPC-Kennung in fortlaufender Reihenfolge und drucken dieselbe Nummer in Klarschrift auf den Tag. Fällt ein Leser aus oder ist ein Tag funktechnisch geschwächt, kann das Personal das Teil anhand der aufgedruckten Nummer manuell zuordnen. Die Druckfarbe wird dafür so gewählt, dass sie Waschlauge und Hitze übersteht.

Betreut eine Wäscherei mehrere Kunden, reservieren wir auf Wunsch je Kunde einen eigenen EPC-Nummernbereich. Ein Teil, das im falschen Wagen landet, wird dann schon an der Kennung dem richtigen Auftraggeber zugeordnet, ohne dass eine Datenbankabfrage nötig ist. Zu jeder Verpackungseinheit gehört die Liste mit Anfangs- und Endnummer.

Umstellung eines laufenden Wäschebestands

Selten beginnt eine Wäscherei mit neuen Textilien. Meist wird ein vorhandener Bestand nachgerüstet, Artikelgruppe für Artikelgruppe und oft beim ersten Durchlauf nach der Umstellung: Das Teil kommt schmutzig an, erhält nach der Wäsche seinen Tag und wird in der Software Kunde und Artikelnummer zugeordnet. Damit jede Nähstation weiß, welcher Nummernbereich gerade vergeben wird, bleibt eine Verpackungseinheit an einem Arbeitsplatz, bis sie aufgebraucht ist. Vor der Umstellung sollten einige markierte Teile den gesamten Ablauf mehrfach durchlaufen, vom Sortierband über Waschstraße, Trockner und Mangel bis zum Packtisch. So zeigt sich, an welcher Station Lesungen fehlen, bevor der ganze Bestand gekennzeichnet ist.

Tags werden in dicke, dünne und häufig gefaltete Textilien eingebracht und durchlaufen Waschen, Trocknen, Finish sowie Stapellesung. Die Auswertung trennt physischen Verlust, beschädigten Tag und Funkabschattung. Die Befestigung wird vor und nach dem Prozess geprüft, nicht nur an der Kodierstation.

Wäscherei: Zählen statt Vermuten

Textillogistik lebt von Zahlen: Teile pro Charge, Verlustquote, Umlaufzeit. Ein RFID-Projekt lohnt sich dort, wo diese Zahlen heute geschätzt werden – und es scheitert dort, wo der Prozess die neuen Zahlen nicht nutzt. Die Technik ersetzt keine Inventurdisziplin, sie macht sie nur schneller.

Für den Einstieg genügt oft eine einzelne Kundengruppe oder Artikelart als Pilot. Sie liefert realistische Lesequoten und zeigt, an welcher Prozessstelle die Erfassung wirklich stattfinden sollte, bevor der gesamte Bestand gekennzeichnet wird.

Primärquellen

Häufige Fragen

Wie erkennt eine Wäscherei, welche Teile beim Kunden verblieben sind?

Über den Abgleich der Lesungen: Jedes Teil, das bei der Auslieferung erfasst wurde, sollte bei einer späteren Anlieferung wieder auftauchen. Teile, die über einen vereinbarten Zeitraum nicht zurückkommen, listet die Software je Kunde auf. Voraussetzung ist, dass an Anlieferung und Auslieferung vollständig gelesen wird, sonst erscheinen fehlende Lesungen fälschlich als Schwund.

An welcher Stelle eines Kittels sitzt der Wäschetag am besten?

Im Seitensaum auf einer festen Höhe, gleich bei allen Kitteln. Der Kragen ist ungünstig, weil dort beim Mangeln und Pressen der höchste Druck entsteht. Ein einheitlicher Einbauort erleichtert zudem den Austausch und sorgt dafür, dass die Tags im Stapel ähnlich ausgerichtet sind.

Kann ein Wäschetag zusätzlich eine lesbare Nummer tragen?

Ja. Wir drucken die vorab geschriebene EPC-Kennung als Klarschriftnummer auf den Tag, mit einer Farbe, die Waschlauge und Hitze übersteht. So bleibt ein Teil auch dann zuordenbar, wenn der Leser ausfällt oder der Tag nach vielen Zyklen nicht mehr sicher gelesen wird.