Auf einen Blick
Leichte NFC-Referenz für Tickets und einfache kurzzeitige Datenträger. Der Familienname bestimmt Speicher und Funktionen nicht vollständig.
Drei Punkte vor der Entscheidung:
- Variantensuffix und Anzahl der Seiten
- Sperren, Zähler und Lesezugriff
- Ticketlesung an den Zielterminals
Je Variante unterscheiden sich Nutzspeicher, Zähler, Passwort und Sperren. Maßgeblich ist die vollständige Referenz, nicht nur der Familienname. Bei begrenzt gültigen Tickets werden Ausgabe, Erstnutzung, Wiederholung und Ablauf simuliert; Schutz vor versehentlichem Schreiben ist keine starke Authentifizierung.
Seitenspeicher, Einmalbereich und Sperrbits
Der Speicher ist in Seiten zu vier Byte organisiert. Die Grundvariante bietet 48 Byte für Anwendungsdaten, weitere Varianten 128 oder 144 Byte. Ein 32 Bit breiter Einmalbereich lässt sich nur von 0 auf 1 setzen und eignet sich damit als Entwertungsfeld für bis zu 32 Fahrten oder Eintritte. Sperrbits machen einzelne Seiten dauerhaft schreibgeschützt; einmal gesetzt, lassen sie sich nicht zurücknehmen. Die Kennung ist sieben Byte lang und ab Werk fest.
Ein Lesebefehl liefert vier Seiten auf einmal, sodass ein Ticket an der Sperre mit wenigen Befehlen gelesen und entwertet ist. Die sieben Byte lange Kennung ist eindeutig, aber offen lesbar; Anwendungen, die sich allein auf sie verlassen, lassen sich mit Bausteinen täuschen, deren Kennung frei programmierbar ist.
Schutzfunktionen je nach Variante
Neuere Varianten ergänzen einen 32-Bit-Passwortschutz für Schreib- oder Lesezugriffe, einseitig zählende 24-Bit-Zähler und eine Originalitätssignatur des Bausteinherstellers. Eine Variante mit 3DES-Authentifizierung erlaubt die gegenseitige Prüfung zwischen Ticket und Terminal. Das Passwort wird dagegen unverschlüsselt übertragen und schützt nur vor versehentlichem oder beiläufigem Überschreiben. Welche Funktion ein Projekt nutzt, legt die Terminalsoftware fest, nicht das Ticket. Die Originalitätssignatur ist ein 32 Byte langer Wert über die Kennung, den das Terminal mit dem öffentlichen Schlüssel des Bausteinherstellers prüft.
Tickets aus Papier, Karton und Folie
Weil der Baustein wenig Fläche braucht, verarbeiten wir ihn überwiegend in dünnen Inlays: Papier- und Kartontickets, Einweg-Armbänder aus Vinyl oder Papier und dünne PET-Karten für kurze Gültigkeit. Für Terminals mit Einzugsschlitz halten wir Dicke und Inlaylage im zulässigen Bereich des Geräts. Werden Tickets aus Automaten ausgegeben, sollten am Muster der Transport im Stapel und die Lesung an der Ausgabeposition geprüft werden.
In der Kodierung schreiben wir Startwerte, setzen auf Wunsch das Passwort und die Sperrbits und liefern eine Kennungsliste je Karton. Für Veranstaltungsbänder mit Einmalzutritt ist auf Wunsch eine Ausführung möglich, bei der das Inlay in einer Lasche sitzt, die beim Öffnen des Verschlusses reißt; so lässt sich das Band nicht unbemerkt weitergeben.
Minimalismus mit klarem Einsatzprofil
Dieser schlanke Typ ist für kurzlebige, massenhafte Anwendungen gebaut: Tickets, Einmalzugänge, einfache Kennzeichnung. Sein geringer Speicher und reduzierter Schutz sind dort keine Schwächen, sondern der Grund für den günstigen Preis.
Fehleinsätze entstehen, wenn Dauerkartenaufgaben auf ihn geladen werden: wiederbeschreibbare Guthaben, langlebige Ausweise, sensible Bereiche. Die Faustregel ist einfach – je länger ein Datenträger lebt und je mehr an ihm hängt, desto weniger ist dieser Typ die richtige Basis.



Primärquellen
Marken. MIFARE und MIFARE Ultralight sind eingetragene Marken von NXP B.V.
Die Namen dienen ausschließlich der technischen Bauteilbezeichnung. Eine Verbindung, Lizenz oder Freigabe durch NXP wird nicht beansprucht.
Häufige Fragen
Schützt das Passwort eines leichten Tickets vor Kopien?
Nein. Das 32-Bit-Passwort wird im Klartext gesendet und kann mitgelesen werden; es verhindert nur unbeabsichtigtes Überschreiben. Gegen Kopien helfen die Variante mit 3DES-Authentifizierung oder eine Prüfung der Originalitätssignatur und der Kennung im Hintergrundsystem. Für kurzlebige Tickets mit geringem Wert genügt häufig die serverseitige Entwertung der Kennung.
Wie funktioniert der Einmalbereich als Fahrtenzähler?
Jede Entwertung setzt ein weiteres Bit von 0 auf 1. Ein gesetztes Bit lässt sich nicht zurücksetzen, deshalb kann ein Ticket nicht durch Überschreiben wieder aufgeladen werden. Mit 32 Bit sind höchstens 32 Entwertungen abbildbar. Das Terminal liest den Bereich, zählt die gesetzten Bits und entscheidet über die verbleibenden Fahrten.
Lassen sich Papiertickets mit Chip über Ausgabeautomaten verarbeiten?
Ja, wenn Dicke, Biegesteifigkeit und Lage des Inlays zum Automaten passen. Das Inlay erhöht die Dicke an einer Stelle; liegt es im Bereich der Transportrollen, kann es zu Staus kommen. Wir legen die Inlayposition nach der Zeichnung des Automaten fest; ein Musterstapel zeigt vor dem Seriendruck, ob der Transport störungsfrei läuft.
