EINSATZBEREICHE

RFID-Schmucketiketten für die Juwelier-Inventur

Kleine Stücke werden diskret identifiziert, ohne Präsentation oder Lesbarkeit zu beeinträchtigen.

Stand
24.09.2026
Mindestmenge
500 / Motiv

Auf einen Blick

Inventuren mit geprüfter Taggröße, Orientierung und Metallnähe. Eine zu kleine oder direkt am Metall platzierte Antenne kann die Reichweite stark reduzieren.

Drei Punkte vor der Bestellung:

  • Taggeometrie an kleinen Artikeln
  • Einfluss von Metall und Ausrichtung
  • Leserate und Fremdlesungen am realen Tablett

Jeder Aufbau wird am realen Stück, im vorgesehenen Tray und bei geplanter Inventurdichte geprüft. Metallnähe, Ausrichtung und kleine Antenne können die Lesezone stark verändern. Zusätzlich wird kontrolliert, dass Schlaufe, Klebstoff oder Etikett keine Oberfläche beschädigen und im Kundenkontakt unauffällig bleiben.

Schlaufenetiketten und Kleinsttags für Ringe, Ketten und Uhren

Für Schmuck fertigen wir das klassische hantelförmige Schlaufenetikett mit eingebettetem UHF-Inlay: Die beiden Hälften werden um einen dünnen Kunststoffsteg gefaltet, der durch einen Ring, eine Kettenöse oder ein Uhrarmband geführt wird. Das Inlay liegt in der größeren Hälfte, damit die Antenne möglichst weit vom Metall des Schmuckstücks entfernt hängt. Artikelnummer, Legierung, Gewicht und Preis druckt Ihr Thermotransferdrucker auf die Außenseiten; dafür wählen wir ein Obermaterial, das Thermotransferdruck annimmt.

Für Stücke, an denen kein Etikett hängen darf, etwa hochwertige Uhren in der Vitrine, fertigen wir Kleinsttags für die Unterseite des Präsentationskissens. Die Antenne ist dort so klein, dass nur ein Handleser in kurzer Distanz sie erfasst; für die Tresorinventur ist das gewollt.

Etuis, Tabletts und rückstandsfreies Entfernen

Ist ein Stück zu klein oder zu dicht mit Metall besetzt, kennzeichnen wir statt des Artikels sein Etui oder das Tablettfach. Für Etuis liefern wir flache Etiketten, die innen unter dem Einsatz verschwinden. Tabletts erhalten je Fach einen Tag, sodass ein leeres Fach bei der Abendinventur ebenso auffällt wie ein fehlender Artikel.

Beim Verkauf wird das Schlaufenetikett mit einem Schnitt durch den Steg entfernt. Es klebt nicht am Metall und hinterlässt deshalb weder Rückstände noch Druckstellen auf polierten Flächen. Für die Kasse drucken wir auf Wunsch einen Barcode mit derselben Artikelnummer, damit auch Stationen ohne RFID-Leser ausbuchen können.

Nahfeld-Inlays für Theke und Vitrine

An der Verkaufstheke soll nur das Stück gelesen werden, das gerade auf dem Tisch liegt, nicht das Tablett in der benachbarten Vitrine. Dafür verwenden wir in Schlaufenetiketten Nahfeld-Inlays, deren kleine Schleifenantenne vor allem auf kurze Distanz reagiert. Für die Tresor- und Abendinventur mit Handleser genügt diese Reichweite, weil das Gerät dicht über das Tablett geführt wird. Größere Fernfeld-Inlays setzen wir nur dort ein, wo Etuis oder Kartons in einem Durchgang an einem Tor gezählt werden sollen.

Ein Tablett enthält Metallstücke, geschlossene Etuis und eng beieinanderliegende Artikel. Die Inventur erfolgt in zwei Orientierungen; anschließend wird ein Teil bewusst entfernt. Gemessen werden fehlende und außerhalb der Zone erfasste Tags, während die Kennzeichnung in der Präsentation unauffällig bleiben muss.

Wertgegenstände: diskret kennzeichnen, sicher zählen

Bei Schmuck und hochwertigen Objekten konkurrieren zwei Anforderungen: Die Kennzeichnung soll bei Inventur und Warenausgang zuverlässig lesbar sein, in der Präsentation aber unsichtbar bleiben. Etikettengröße, Befestigungspunkt und Material entscheiden über beides gleichzeitig.

Sinnvoll ist ein Versuch mit dem realen Sortiment statt mit Beispielartikeln: enge Lagen, Metallanteile und geschlossene Etuis verändern die Erfassung erheblich. Wer zusätzlich den Ablauf bei Verkauf und Rücknahme definiert – wann wird das Etikett entfernt, wer bucht aus –, verhindert Bestandslücken trotz funktionierender Technik.

Primärquellen

Häufige Fragen

Wie wird ein RFID-Etikett an einem Ring befestigt?

Mit einem hantelförmigen Schlaufenetikett. Der dünne Kunststoffsteg wird durch die Ringschiene geführt, die beiden Hälften werden zusammengeklappt und halten aneinander. Das Inlay sitzt in der größeren Hälfte, damit die Antenne Abstand zum Metall hält. Beim Verkauf trennt ein Schnitt den Steg.

Kann statt des Schmuckstücks das Etui gekennzeichnet werden?

Ja, wenn das Stück zu klein oder metallisch zu dicht für ein eigenes Etikett ist. Wir liefern flache Etiketten, die innen unter dem Etuieinsatz liegen und von außen nicht zu sehen sind. Wichtig ist dann ein fester Ablauf, bei dem Artikel und Etui beim Verkauf gemeinsam ausgebucht werden.

Hinterlässt ein Schmucketikett Spuren auf polierten Oberflächen?

Das Schlaufenetikett haftet nicht am Schmuckstück, sondern nur an sich selbst. Der Steg liegt lose in der Öse oder am Ring, sodass weder Klebstoffreste noch Druckstellen entstehen. Abgerundete Etikettenkanten verhindern zudem, dass beim Vorzeigen in der Hand Kratzer auf dem Metall entstehen.