EINSATZBEREICHE

RFID-Medien für Errichter und Systemintegratoren

Dokumentierte Varianten, Muster und Losprüfung sichern die Kundenintegration ab.

Stand
24.09.2026
Mindestmenge
500 / Motiv

Auf einen Blick

Integratoren mit Vorgaben zu Protokoll, Kodierung und Leseverhalten. Eine Bestellung anhand eines Fotos erlaubt keine belastbare Qualifizierung.

Drei Punkte vor der Bestellung:

  • technische Referenz und erwarteter Datensatz
  • für die Abnahme eingesetzter Prüfleser
  • Rückverfolgbarkeit vom Referenzmuster bis zum Lieferlos

Für jede Variante entsteht eine Matrix aus Datenträgerreferenz, Programmierzustand, Leser, Firmware, Roh- und Anwendungsergebnis. Das freigegebene Muster bleibt versiegelt als Serienreferenz. Beim Wareneingang werden Stücke aus Anfang, Mitte und Ende mehrerer Kartons damit verglichen, bevor sie zum Endkunden gelangen.

Technisches Datenblatt je Variante und neutrale Auslieferung

Für Systemhäuser lässt sich jede freigegebene Variante in einem Datenblatt festhalten: Kartenkörper und Stärke, Chipfamilie, Antennengeometrie des Inlays, Druckverfahren, Oberfläche und Programmierzustand bei Auslieferung, also Werkszustand, mit Schlüsseln versehen, mit NDEF-Inhalt beschrieben oder gesperrt. Mit einer Revisionsnummer versehen, macht es Änderungen nachvollziehbar: Wechselt ein Zulieferteil wie das Inlay, kann vor der nächsten Lieferung ein neues Muster zur Freigabe an Sie gehen. Auf dem Datenblatt lassen sich auch die Lesergeräte vermerken, mit denen Sie die Variante am Muster freigegeben haben.

Viele Integratoren liefern unter eigenem Namen an ihre Kunden. Wir verpacken deshalb auf Wunsch in neutrale Kartons ohne Herstellerhinweis, mit Ihrer Artikelnummer auf dem Etikett. Eine Losnummer drucken wir auf Wunsch klein auf die Kartenrückseite oder auf den Anhänger, damit sich ein reklamiertes Stück beim Endkunden eindeutig einer Fertigungscharge zuordnen lässt.

Kodierung mit Anwendungsschlüsseln und gleiche Datenstruktur je Bauform

Wenn Medien mit Ihren Anwendungsschlüsseln oder einer festen Speicherbelegung ausgeliefert werden sollen, vereinbaren wir vorab einen verschlüsselten Übergabeweg für die Schlüssel. Auf Wunsch geht ein Prüfmuster aus dem ersten Kodierlauf an Sie, bevor die restlichen Stücke programmiert werden.

Integratoren bieten Endkunden oft Karte, Anhänger und Armband im selben Projekt an. Wir programmieren dann alle Bauformen mit identischer Speicheraufteilung und identischer Schlüsselstruktur, sodass Ihre Software nicht nach Medium unterscheiden muss. Nur die Lesedistanz unterscheidet sich naturgemäß, weil die Antenne im Anhänger kleiner ist als in der Karte.

Hybridkarten und vorgefräste Karten für Systemprojekte

Manche Projekte verlangen neben der kontaktlosen Funktion einen Kontaktchip, etwa für die Anmeldung am Arbeitsplatzrechner mit Kartenleser. Für diese Fälle fertigen wir auf Wunsch Hybridkarten, in denen Inlay und Kontaktmodul unabhängig voneinander arbeiten, ebenso Karten mit bereits gefräster Kavität, in die Sie oder Ihr Personalisierungsdienstleister ein eigenes Modul einsetzen. Das Fräsmaß stimmen wir vorab mit Ihrem Modullieferanten ab, und die Antenne führen wir so um die Kavität herum, dass die Fräse sie nicht berührt.

Der Integrator hält Referenzmuster, erwarteten Datensatz und Aufnahme des Referenzlesers vor. Bei jeder Serie werden Rohlesung, Softwareumwandlung und Anwendungsergebnis vor Auslieferung am Prüfplatz verglichen. Abweichungen werden eingegrenzt, bevor sie den Kundenstandort erreichen.

Zusammenarbeit mit Systemhäusern

Integratoren bestellen selten für sich selbst – sie verantworten das Ergebnis beim Endkunden. Entsprechend zählt für sie Wiederholbarkeit: gleiche Spezifikation, gleiche Kodierung, gleiches Verhalten über Nachbestellungen hinweg, auch wenn zwischen zwei Aufträgen ein Jahr liegt.

Die beste Grundlage dafür ist ein gemeinsam abgenommenes Referenzmuster mit dokumentierter Konfiguration, das bei beiden Seiten hinterlegt wird. Jede spätere Lieferung wird gegen dieses Muster geprüft, nicht gegen die Erinnerung an das letzte Projektgespräch.

Primärquellen

Häufige Fragen

Liefern Sie an Integratoren auch in neutraler Verpackung?

Ja. Kartons und Beutel erhalten auf Wunsch kein Herstellerlogo, sondern nur Ihre Artikelnummer, die Menge und die Losnummer. Auf den Medien selbst steht höchstens eine kleine Losnummer auf der Karten- oder Anhängerrückseite, damit Reklamationen beim Endkunden einer Charge zugeordnet werden können.

Wie übergibt ein Integrator Anwendungsschlüssel für die Kodierung?

Über einen vor Auftragsbeginn vereinbarten, verschlüsselten Übertragungsweg, nie per unverschlüsselter E-Mail. Ob Ihre Schlüssel nach der Serie gelöscht oder zurückgegeben werden, bestimmen Sie vor Auftragsbeginn. Auf Wunsch erhalten Sie zuerst ein kodiertes Prüfmuster, und erst nach Ihrer Bestätigung programmieren wir die übrigen Stücke.

Lassen sich Karte, Anhänger und Armband mit gleicher Speicherbelegung programmieren?

Ja, sofern alle drei Bauformen dieselbe Chipfamilie tragen. Wir übernehmen Speicheraufteilung und Schlüsselstruktur identisch, sodass die Software jedes Medium gleich behandelt. Unterschiedlich bleibt die Lesedistanz, weil Anhänger und Armband kleinere Antennen haben; das zeigen wir an Mustern vorab.