Fertigung und Bestellung
500 Stück je Motiv
2–3 Wochen nach Druckfreigabe, zzgl. Versand
- PVC-Karte mit Schutzfolie
- Recycling-PVC oder Holzfurnier
- transparenter Kartenkörper
- Kombination mit Magnetstreifen oder Kontaktchip
- Initialisierung mit kundeneigenen Schlüsseln
- Beschreiben von Sektoren und Anwendungen
- Kennungsliste zum Softwareimport
- Druck variabler Daten je Karte
Unternehmen, Hochschulen, Kliniken und Freizeitbetriebe, die Zutritt, Zeiterfassung oder interne Abrechnung über eine gesicherte 13,56-MHz-Karte abwickeln.
Produktfotos



Auf einen Blick
Für Zutritt, Identifikation oder Services geeignet, wenn Protokoll, Speicher und Sicherheitsniveau feststehen. Ungeeignet, wenn nur nach 13,56 MHz bestellt wird, ohne Chipfamilie oder Musterprüfung.
Drei Punkte vor der Bestellung:
- Protokoll und Chipfamilie
- Nutzspeicher und Datenstruktur
- erforderliches Sicherheitsniveau
Bei 13,56 MHz sind Protokoll, Speicherstruktur und Authentifizierung wichtiger als die gemeinsame Frequenz. Zu klären ist, welche Information der Leser tatsächlich verarbeitet: Kennung, Block, Datei oder Authentifizierungsergebnis. Diese Antwort bestimmt Baustein, Personalisierung und Prüfung wesentlich zuverlässiger als ein Kartenfoto.
Inlay und Speicherorganisation bei 13,56 MHz
Bei 13,56 MHz genügt eine Antenne mit wenigen Windungen, die wir meist als eingebetteten Kupferdraht im Inlay ausführen. Ihre Resonanz ist auf den Eingang des jeweiligen Chips abgestimmt; ein Modul einer anderen Chipfamilie auf derselben Antenne kann verstimmt sein und deutlich kürzer lesen. Inlays fertigen wir deshalb je Chipfamilie und nicht als Einheitshalbzeug.
Die Familien unterscheiden sich im Protokoll nach ISO/IEC 14443 oder ISO/IEC 15693, in der Kennungslänge von vier oder sieben Byte und im Speicheraufbau: Sektoren mit eigenem Schlüsselpaar, Dateien innerhalb von Anwendungen oder einfache Seiten ohne Zugriffsschutz. Dieser Aufbau bestimmt, welche Personalisierung in der Fertigung möglich ist. Karten nach ISO/IEC 15693 lesen auf größere Distanz als solche nach ISO/IEC 14443 und eignen sich deshalb für Freihandleser, etwa an Parkschranken oder Ausleihstationen.
Initialisierung und Schlüssel in der Produktion
Gesicherte Chips verlassen das Halbleiterwerk mit Transportschlüsseln. Auf Wunsch initialisieren wir die Karten nach Ihrer Spezifikation: Sektoren oder Anwendungen anlegen, Zugriffsbedingungen setzen, eigene Schlüssel laden und Daten wie Mitglieds- oder Standortnummer schreiben. Den Übergabeweg für Ihre Schlüssel vereinbaren wir vorab, etwa eine verschlüsselte Übermittlung getrennt von den übrigen Auftragsdaten.
Auf Wunsch lesen wir die Karten nach dem Schreiben mit den neuen Schlüsseln zurück und sortieren Karten aus, die diese Kontrolle nicht bestehen. Mit der Lieferung erhalten Sie eine Kennungsliste in einem Format, das Ihre Software importieren kann.
Soll eine im Chip gespeicherte Mitgliedsnummer zugleich sichtbar gedruckt werden, arbeiten Kodierung und Druck aus derselben Datenzeile. Vorab legen wir fest, in welchem Sektor oder in welcher Datei die Nummer steht, in welcher Bytefolge und ob sie als Text oder als Binärwert gespeichert wird; eine abweichende Auslegung würde sonst erst an Ihrem Leser auffallen.
Hybridkarten für gemischte Leserbestände
Sind neben der 13,56-MHz-Anlage noch 125-kHz-Leser, Magnetstreifen- oder Kontaktleser in Betrieb, kombinieren wir die Techniken in einem Kartenkörper. Die beiden Antennen ordnen wir im Inlay mit Abstand zueinander an, weil sie sich sonst gegenseitig die Resonanz verschieben; am Muster lässt sich jede Technik einzeln an Ihren Lesern prüfen.
Wo 13,56-MHz-Projekte tatsächlich scheitern
Selten liegt das Problem an der Funkverbindung. Häufiger wird eine Karte mit falscher Speicherstruktur oder ohne die erwarteten Schlüssel bestellt, weil die Anfrage nur die Frequenz nannte. Der Leser erkennt die Karte dann zwar, die Anwendung kann sie aber weder beschreiben noch eindeutig zuordnen.
Wer den Bestand nicht kennt, sollte der Anfrage eine funktionierende Referenzkarte oder zumindest die Reaktion eines NFC-Smartphones beilegen. Aus beidem lässt sich die Kartenfamilie meist sicher genug eingrenzen, um ein passendes Muster zu definieren – und der Mustertest ersetzt die verbleibende Unsicherheit durch ein Ergebnis.
Materialien und Bauformen
Der 13,56-MHz-Aufbau variiert nach Speicher, Sicherheit und Personalisierung:
- einfache Speicherfamilien. Kennung und kleine Datenmengen für den Regelzutritt
- gesicherte Familien. Schlüsselauthentifizierung für anspruchsvolle Umgebungen
- werkseitige Vorkodierung. vorbereitete Sektoren oder Anwendungen ab Lieferung
- Druck mit variablen Daten. Nummer, Name oder Barcode je Einzelkarte
- Hybridaufbauten. Kombination mit Magnetstreifen oder Kontaktchip für gemischte Systeme
Primärquellen
Häufige Fragen
Können Sie 13,56-MHz-Karten mit unseren eigenen Sektorschlüsseln ausliefern?
Ja. Wir laden Ihre Schlüssel während der Personalisierung und setzen die Zugriffsbedingungen nach Ihrer Spezifikation. Die Schlüssel übermitteln Sie verschlüsselt und getrennt von den übrigen Auftragsunterlagen, auf einem vorab vereinbarten Weg. Zur Abnahme erhalten Sie auf Wunsch Musterkarten, die Sie mit Ihrem eigenen Leser und Ihrer Anwendung prüfen.
Was unterscheidet eine Kartenkennung mit vier Byte von einer mit sieben Byte?
Die Länge der werkseitigen Kennung hängt von der Chipfamilie ab: Vier Byte ergeben acht hexadezimale Zeichen, sieben Byte vierzehn. Manche Verwaltungsprogramme speichern nur vier Byte und schneiden längere Kennungen ab, wodurch doppelte Einträge entstehen können. Klären Sie deshalb, welche Länge Ihr System erwartet; wir wählen den Chip entsprechend.
Kann eine 13,56-MHz-Karte zugleich für Zutritt und Kantinenabrechnung dienen?
Ja, sofern die Chipfamilie mehrere getrennte Speicherbereiche mit eigenen Schlüsseln bietet. Jede Anwendung erhält dann ihren Sektor oder ihre Datei, und keine kann die Daten der anderen lesen oder ändern. Die Aufteilung legen die Betreiber beider Systeme gemeinsam fest; wir initialisieren die Karten anschließend genau nach dieser Belegung.


