PRODUKTE

Transponderkarten 125 kHz für bestehende Anlagen

LF-Karten für bestehende Proximity-Anlagen werden anhand eines funktionierenden Musters oder belastbarer Leserdaten spezifiziert.

Stand
24.09.2026
Mindestmenge
500 / Motiv

Fertigung und Bestellung

Mindestmenge

500 Stück je Motiv

Lieferzeit

2–3 Wochen nach Druckfreigabe, zzgl. Versand

Ausführungen
  • dünne PVC-Karte, vollflächig bedruckbar
  • dicke Schalenkarte aus ABS
  • vorgestanztes Langloch für Halter
  • Glanz- oder Mattoberfläche
Personalisierung
  • Aufdruck der ausgelesenen Kennung
  • Programmierung eines vorgegebenen Codes
  • Nummer dezimal oder hexadezimal
  • Kombination mit 13,56-MHz-Antenne

Hausverwaltungen, Betriebe und Errichter, die eine bestehende 125-kHz-Zutritts- oder Zeiterfassungsanlage mit neuen oder zusätzlichen Karten versorgen.

Produktfotos

Auf einen Blick

Passend für vorhandene LF-Bestände, wenn Codeformat und Byte-Reihenfolge dokumentiert sind. Nicht für Smartphone-NFC oder Anwendungen mit größerem Datenspeicher geeignet.

Drei Punkte vor der Bestellung:

  • Nummernformat der Verwaltungssoftware
  • nur lesbar oder beschreibbar
  • Test an einem repräsentativen Leser

Zwei 125-kHz-Ausweise können in zwei Programmen unterschiedliche Nummern anzeigen, obwohl derselbe Funkcode gelesen wird. Byte-Reihenfolge, Dezimalumrechnung und die Trennung von Standort- und Kartennummer verändern die Darstellung. Deshalb gehören Rohlesung und Anzeige des Zielsystems in die Abnahme, nicht nur die aufgedruckte Altbestandsnummer.

Spule, Kartenkörper und Bauform bei 125 kHz

Weil bei 125 kHz eine deutlich höhere Induktivität nötig ist als bei 13,56 MHz, besteht die Antenne aus einer Kupferspule mit vielen Windungen, die wir im Inlay zwischen zwei Kernfolien einbetten. Diese Bauweise verträgt Feuchte und leichtes Biegen; ein Knick quer durch die Spule unterbricht dagegen den Draht und macht die Karte funktionslos.

Die dünne Karte mit 0,76 mm wird wie jede PVC-Karte im Bogen bedruckt und laminiert. Die dicke Schalenkarte entsteht aus zwei verschweißten Kunststoffschalen; sie lässt sich nicht im Bogen bedrucken, deshalb bringen wir ein Motiv dort als bedrucktes Etikett auf oder bedrucken die Schale im Tintenstrahl.

Kennung auslesen, umrechnen, aufdrucken

Reine Lesechips tragen eine werkseitig festgelegte, unveränderliche Kennung. In der Fertigung lesen wir sie aus jeder Karte aus und drucken sie in der Darstellung, die Ihre Anlage anzeigt: hexadezimal, als zehnstellige Dezimalzahl oder getrennt nach Standort- und Kartennummer. Das Umrechnungsschema legen wir an einer Beispielkarte aus Ihrem Bestand fest und liefern die Zuordnung Kennung zu Aufdruck als Datei mit.

Beschreibbare 125-kHz-Chips können dagegen ein vorhandenes Nummernschema fortführen. Solche Karten programmieren wir nur im Auftrag oder mit Freigabe des Anlagenbetreibers, nach dessen Vorgaben, und sperren auf Wunsch den Speicher, damit die Kennung im Feld nicht versehentlich überschrieben wird. Ungesperrte Karten lassen sich später umkodieren, sind aber ebenso leicht zu kopieren.

Was eine Karte aus Ihrem Bestand verrät

An einer funktionierenden Karte bestimmen wir Modulationsart, Datenrate und Kodierung des gelesenen Signals. Daraus ergibt sich, ob ein reiner Lesechip genügt oder ein beschreibbarer Baustein nötig ist. Ein Foto der Rückseite mit der aufgedruckten Nummer bestätigt zusätzlich das Umrechnungsschema.

Steht ein Wechsel auf 13,56 MHz bevor, fertigen wir Karten mit beiden Antennen und je einem eigenen Chip. Beide Kennungen lesen wir in der Fertigung aus und führen sie in derselben Zeile der Liste, sodass die Karte in der alten und in der neuen Software demselben Nutzer zugeordnet werden kann, ohne dass jemand seine Karte während des Übergangs tauschen muss.

Bestandsersatz ohne Überraschung

Die meisten Anfragen zu 125-kHz-Karten betreffen laufende Anlagen, deren Lieferant nicht mehr erreichbar ist. Das größte Risiko ist dann nicht die Frequenz, sondern das Nummernformat: Zwei Karten können identisch aussehen, am selben Leser piepen und trotzdem unterschiedliche Zahlen an die Software melden.

Bewährt hat sich ein kleiner Vorserien-Test: wenige Musterkarten, gelesen am produktiven System, verglichen mit den Einträgen im Verwaltungsprogramm. Stimmen Stellenzahl, Zählweise und führende Nullen überein, kann die Serie folgen. Weicht etwas ab, ist die Korrektur vor der Produktion eine Formsache und danach ein Projekt.

Materialien und Bauformen

Neben der klassischen Karte umfasst die 125-kHz-Familie mehrere Bauarten:

  • dünne bedruckbare Karte. plane Oberfläche für Direktdruck und aufgedruckte Nummern
  • dicke Clamshell-Karte. sehr widerstandsfähiger Aufbau mit geprägter Nummer, nicht direkt bedruckbar
  • gelochte Formate. vorgestanzte Ausführungen für Ausweishalter und Befestigung
  • programmierbare Varianten. Bausteine, deren Code ein vorhandenes Nummernformat übernehmen kann

Primärquellen

Häufige Fragen

Lassen sich 125-kHz-Karten mit Name und Foto personalisieren?

Ja. Die dünne 125-kHz-Karte im Format 85,6 × 54 mm hat eine plane PVC-Oberfläche und wird wie jede andere Karte vollflächig bedruckt. Namen, Fotos und Nummern drucken wir aus Ihrer Datendatei im Thermotransfer. Nur bei der dicken Schalenkarte ist die Gestaltungsfläche eingeschränkt, dort wird ein bedrucktes Etikett aufgebracht.

Warum weicht die aufgedruckte Nummer unserer 125-kHz-Karte von der Anzeige am Leser ab?

Meist zeigen beide dieselbe Kennung in unterschiedlicher Darstellung: der Leser etwa hexadezimal, der Aufdruck als zehnstellige Dezimalzahl oder aufgeteilt in Standort- und Kartennummer. Manche Steuerungen werten zudem nur einen Teil der Bits aus. Schicken Sie uns eine Karte samt Leseranzeige, dann drucken wir neue Karten in genau der Darstellung, die Ihre Software erwartet.

Warum reagiert ein Smartphone nicht auf eine 125-kHz-Karte?

Smartphones lesen ausschließlich bei 13,56 MHz, ihre NFC-Antenne ist auf diese Frequenz abgestimmt. Ein 125-kHz-Transponder wird daher weder erkannt noch angezeigt. Wer Smartphone-Funktion und Kompatibilität zu einer bestehenden 125-kHz-Anlage braucht, bestellt eine Kombikarte mit zwei getrennten Antennen im selben Kartenkörper.