Auf einen Blick
Zum Verständnis und für Vergleichstests eines dokumentierten LF-Bestands. Ein konfigurierbarer Baustein emuliert nicht automatisch jedes System.
Drei Punkte vor der Entscheidung:
- beobachtete Codelänge und Modulation
- Nur-Lese- oder Konfigurationsbedarf
- Nummernvergleich am Zielsystem
Nur-Lese-Referenz und konfigurierbarer Baustein erfüllen unterschiedliche Aufgaben. Für einen autorisierten Ersatz werden Modulation, Datenrate, Länge und Codedarstellung erfasst und ein Muster programmiert. Schreibbarkeit beweist weder identische Dekodierung durch den Leser noch Berechtigung im System.
Feste Nummer ab Werk gegen geschriebene Nummer
Den Aufbau des festen Rahmens mit Vorspann, Zeilen- und Spaltenparität erklärt unsere Technikseite zum festen 64-Bit-Code. Für den Vergleich zählt: Beim fest kodierten Baustein wird die Nummer bei der Chipherstellung einmalig geschrieben und lässt sich weder ändern noch sperren; doppelte Nummern sind ab Werk nicht vorgesehen. Der programmierbare Baustein kann denselben Rahmen aussenden, trägt aber keine werkseitig feste Nummer, sondern den Code, der zuletzt in ihn geschrieben wurde. Am Leser sind beide deshalb nicht zu unterscheiden, im Verhalten gegenüber einem Programmiergerät sehr wohl.
Auf solche Karten drucken wir meist die zehnstellige Dezimalzahl der 32-Bit-Seriennummer, auf Wunsch auch die volle Hexfolge oder beide Formen nebeneinander.
Was der programmierbare Baustein zusätzlich erlaubt
Der programmierbare Typ besitzt einen EEPROM mit sieben Datenblöcken zu 32 Bit und einem Konfigurationsblock. Dort werden Modulation (Manchester, Biphase, FSK oder PSK), Datenrate und die Zahl der gesendeten Blöcke festgelegt. So kann er die 64-Bit-Folge des festen Typs aussenden, ebenso aber Formate mit anderer Modulation und Länge. Ein Passwort kann Schreibzugriffe schützen; ohne Passwort und ohne Sperrbit bleibt der Baustein mit jedem passenden Programmiergerät überschreibbar.
In der Fertigung programmieren wir diesen Typ nach einer Nummernliste und setzen auf Wunsch Sperrbits, damit die Kennung im Einsatz stabil bleibt. Ersatzausweise mit übernommener Nummer fertigen wir nur im Auftrag oder mit Freigabe des Anlagenbetreibers. Dafür brauchen wir einen Referenzausweis aus Ihrem Bestand: Wir lesen dessen Modulation und Datenrate aus, programmieren ein Muster und lassen beide an Ihrem Leser vergleichen. Zeigt das Zielsystem dieselbe Nummer, ist die Konfiguration bestätigt; angelegt und freigegeben werden muss die Nummer in der Anlage trotzdem vom Betreiber.
Bauformen für beide 125-kHz-Bausteine
Beide Bausteine verarbeiten wir in denselben Trägern: Karten im Format CR80 mit 0,76 mm, dicke Schalenkarten mit Schlitz, Schlüsselanhänger aus ABS oder Epoxid, Silikonarmbänder und Klebescheiben. Die Spule ist für beide gleich ausgelegt, die Leseentfernung hängt daher vor allem von Spulengröße und Bauform ab. Beim programmierbaren Typ sehen wir eine aufgedruckte Nummer vor, damit ein neu programmierter Anhänger im Bestand zuordenbar bleibt.
Fest kodiert oder programmierbar
Im 125-kHz-Bereich stehen sich ein fest kodierter und ein programmierbarer Bausteintyp gegenüber. Der feste ist die richtige Wahl für einfache Neubestände mit eigener Nummernvergabe; der programmierbare glänzt überall dort, wo vorhandene Nummernformate exakt nachgebildet werden müssen.
Vorsicht ist bei der Beschaffung geboten: Programmierbarkeit setzt voraus, dass jemand die Programmierung verantwortet – mit passendem Gerät und dokumentiertem Format. Wer nur „kompatible Karten“ bestellt, ohne das Format zu fixieren, verlagert das Risiko lediglich in die Zukunft.



Häufige Fragen
Wie unterscheide ich die beiden 125-kHz-Bausteine, wenn beide dieselbe Nummer senden?
Äußerlich und am gewöhnlichen Leser gar nicht. Ein Programmiergerät kann den Konfigurationsblock abfragen oder einen Schreibversuch starten: Der feste Typ reagiert darauf nicht, der programmierbare antwortet oder verweigert den Zugriff wegen Passwort oder Sperrbit. Führen Sie Schreibversuche nur an eigenen Mustern durch, nie an Ausweisen im Umlauf.
Lässt sich ein programmierter Ersatzchip wieder zurücksetzen?
Solange weder Sperrbits gesetzt noch ein unbekanntes Passwort aktiv ist, kann der Baustein beliebig neu programmiert werden. Ist ein Block gesperrt, bleibt sein Inhalt endgültig. Ist nur ein Passwort gesetzt, braucht das Programmiergerät genau dieses Passwort. Welcher Schutz gesetzt wurde, sollte deshalb für jede Charge schriftlich festgehalten werden.
Warum liest mein Leser den programmierten Ersatz nicht, obwohl die Nummer stimmt?
Meist passt die Datenrate oder die Modulation nicht, etwa 32 statt 64 Feldperioden je Bit oder Biphase statt Manchester. Der Leser erhält dann ein Signal, das er nicht dekodieren kann. Vergleichen Sie die Konfiguration des Ersatzes mit einem Original; stimmen beide überein, liegt die Ursache eher bei der Freigabe in der Anlage.
