EINSATZBEREICHE

RFID-Karten und Transponder für die Zutrittskontrolle

Karte, Leser, Software und Ausgabeverfahren müssen als Gesamtsystem geprüft werden.

Stand
24.09.2026
Mindestmenge
500 / Motiv

Auf einen Blick

Standorte mit identifiziertem System und verfügbarem Testleser. Eine sichtbare UID beschreibt nicht zwingend alle verwendeten Daten.

Drei Punkte vor der Bestellung:

  • tatsächlich gelesene Technik und Datenstruktur
  • Berechtigungsregel in der Steuerung
  • Gegenprobe mit gültigem, gesperrtem und unbekanntem Ausweis

Die Entscheidungskette wird vollständig erfasst: gelesene Daten, Controller, Berechtigungsregel, Relais und Türzustand. Beim Versuch bleiben Leser- und Softwareprotokoll getrennt. So lässt sich unterscheiden, ob eine Ablehnung vom Datenträger, Kennungsformat, abgelaufenen Recht oder von der Verriegelung stammt, statt den Ausweis ohne Befund zu ersetzen.

Zwei Frequenzen in einer Karte für den Technologiewechsel

Wenn an einem Standort noch 125-kHz-Leser hängen, während neue Türen bereits mit 13,56 MHz arbeiten, fertigen wir Dualkarten: Zwei getrennte Chips mit je eigener Antenne liegen im selben Inlay, die niederfrequente Spule als dichte Drahtwicklung, die hochfrequente Antenne mit wenigen Windungen am Kartenrand. Beide Chips arbeiten unabhängig voneinander, sodass die bestehende Kartennummer im alten System erhalten bleibt und das neue System seine eigene Kennung liest. Fällt der letzte alte Leser weg, genügt bei der nächsten Bestellung wieder eine Einfrequenzkarte mit gleichem Druckbild.

Dieselbe Kombination bauen wir auch in Schlüsselanhänger aus ABS ein. Auf der kleineren Fläche liegen beide Antennen enger beieinander und können sich leichter gegenseitig verstimmen; die Lesedistanz an beiden Lesertypen sollte deshalb am Muster geprüft werden, bevor die Serie freigegeben wird.

Lochung, Nummernaufdruck und UID-Liste

Zutrittskarten werden oft mit Clip oder Jojo getragen. Die Langlochstanzung setzen wir auf Wunsch schon in der Fertigung und legen ihre Position anhand des Inlay-Layouts fest, damit die Stanze keine Antennenwindung trennt. Wer Karten nachträglich mit einer Handstanze locht, riskiert dagegen Ausweise, die ohne sichtbaren Schaden nicht mehr lesen.

Auf Wunsch lasern oder drucken wir auf jede Karte eine Nummer, die aus der Chipkennung abgeleitet ist, und liefern dazu eine Tabelle, in der aufgedruckte Nummer und gelesene Kennung zeilengenau zusammenstehen. Wichtig ist die Angabe, in welcher Darstellung Ihre Steuerung die Kennung erwartet: hexadezimal oder dezimal, mit oder ohne vertauschte Byte-Reihenfolge, bei 125-kHz-Medien getrennt nach Anlagen- und Kartennummer. Aufdruck und Liste folgen dann genau dieser Schreibweise.

Anhänger und Aufkleber für Personen ohne Ausweis

Nicht jeder trägt einen Kartenausweis. Für Reinigungsteams und Haustechnik, die mit nassen oder schmutzigen Händen arbeiten, fertigen wir die gleiche Kennung in ABS-Anhängern, die am Schlüsselbund bleiben und abgewischt werden können. Wer den Zutritt lieber am Telefon trägt, erhält einen runden Aufkleber mit Ferritschicht für die Rückseite der Handyhülle: Die Ferritschicht trennt die Antenne vom Akku und den Metallteilen des Telefons, ohne sie würde die Lesedistanz stark schrumpfen. Alle Bauformen einer Person können in der Liste unter derselben Personalnummer geführt werden.

Ein berechtigter, ein gesperrter und ein unbekannter Datenträger werden am selben Leser präsentiert. Das Team vergleicht Anzeige, protokolliertes Ereignis und Entscheidung der Steuerung. So lassen sich Funkproblem, fehlerhafter Datenimport und korrekt angewandte Zutrittsregel voneinander trennen.

Zutritt: Migration ist der Normalfall

Kaum ein Zutrittsprojekt beginnt auf der grünen Wiese. Meist existieren Altbestände, mehrere Lesergenerationen und historisch gewachsene Nummernkreise. Die Kernfrage lautet daher selten „Welche Karte ist die beste?“, sondern „Welche Karte funktioniert an allen vorhandenen Lesern – und welche Leser fallen künftig weg?“.

Für die Planung hilft eine Bestandsliste je Tür: Lesertyp, Baujahr, angebundene Software. Erst wenn diese Liste steht, lässt sich entscheiden, ob ein einheitlicher neuer Bestand möglich ist oder eine Übergangsphase mit zwei Technologien sauber organisiert werden muss.

Primärquellen

Häufige Fragen

Können 125 kHz und 13,56 MHz in derselben Zutrittskarte stecken?

Ja. Wir betten zwei getrennte Chips mit eigenen Antennen in ein gemeinsames Inlay ein. Die alte Kartennummer bleibt für vorhandene Leser erhalten, während neue Leser ihre eigene Kennung lesen. So läuft ein Gebäude mit gemischten Lesergenerationen mit einem einzigen Ausweis je Person.

Warum sollte das Langloch für den Clip nicht im Haus gestanzt werden?

Die Antenne verläuft meist nahe am Kartenrand. Eine Stanzung an der falschen Stelle trennt eine Windung, und die Karte fällt ganz oder teilweise aus. Auf Wunsch setzen wir die Lochung in der Fertigung an eine Position, die zum jeweiligen Inlay-Layout passt; ein gestanztes Muster zeigt vorab, ob die Karte danach einwandfrei liest.

In welcher Form erhalten wir die Kennungen einer Zutrittsserie?

Sie erhalten eine Tabelle, in der jede aufgedruckte Nummer der gelesenen Chipkennung gegenübersteht, in der Reihenfolge der Kartenstapel. Die Darstellung, also hexadezimal, dezimal oder getrennte Anlagen- und Kartennummer, richten wir nach Ihrer Steuerung aus, damit der Import ohne Umrechnung gelingt.