Auf einen Blick
Zum Abgleich von Leser, Software und Importliste. Führende Nullen nicht ohne Formatkenntnis entfernen.
Drei Punkte vor der Entscheidung:
- Rohbytes in Lesereihenfolge
- dokumentierte Dezimal- oder Hexdarstellung
- Vergleich desselben Datenträgers auf zwei Systemen
Zuerst werden die Rohbytes in Leserreihenfolge festgehalten. Daraus entstehen, ohne die Referenz zu verlieren, Hex-, Dezimal-, umgekehrte und gegebenenfalls Standort-/Kartennummer-Darstellungen der Zielsoftware. Eine Umrechnung gilt als bestätigt, wenn derselbe Ausweis auf zwei unabhängig eingerichteten Arbeitsplätzen dieselbe Betriebskennung liefert.
Eine Kennung aus vier Bytes, durchgerechnet
Angenommen, ein Tischleser meldet für eine 13,56-MHz-Karte die Rohbytes 5A 3F 0C 91. Als Hexadezimalfolge in dieser Reihenfolge ergibt das 5A3F0C91, als Dezimalzahl 1514081425. Liest die Zutrittssoftware dieselben Bytes vom letzten zum ersten, entsteht 910C3F5A beziehungsweise dezimal 2433498970. Beide Zahlen gehören zur selben Karte; welche richtig ist, bestimmt allein das Feld, mit dem die Software vergleicht. Nachrechnen lassen sich beide Werte mit unserem UID-Konverter.
Bei 125-kHz-Ausweisen mit fünf Bytes Kennung, etwa 01 00 3F 0C 91, stehen auf dem Kartenkörper häufig zwei Aufdrucke: die zehnstellige Dezimalzahl 0004131985 aus den letzten vier Bytes und die Schreibweise 063,03217. Bei dieser wird das drittletzte Byte als Anlagencode und werden die letzten zwei Bytes als Kartennummer dezimal ausgegeben. Eine Importliste mit nur einer der beiden Formen passt ausschließlich zu Software, die genau diese Form erwartet.
Sieben Bytes, Zufallskennungen und die Tabellenkalkulation
Viele aktuelle HF-Chips tragen eine Kennung aus sieben Bytes, deren erstes Byte den Chiphersteller bezeichnet. Kürzt eine ältere Software sie auf vier Bytes, entstehen Doppelungen zwischen Karten, die sich nur in den abgeschnittenen Stellen unterscheiden. Manche Chips lassen sich außerdem so einstellen, dass sie bei jeder Anfrage eine neue Zufallskennung senden; eine solche Karte ist über die UID gar nicht identifizierbar.
Eine häufige Fehlerquelle ist die Tabellenkalkulation: Aus 0004131985 wird beim Öffnen 4131985, und eine Hexfolge wie 12E45 wird als Zahl in Exponentialschreibweise gedeutet. Wir liefern UID-Listen deshalb als Textfelder mit fester Stellenzahl und nennen im Dateikopf Bytereihenfolge, Zahlensystem und Stellenzahl. Schicken Sie uns vor der Produktion einen Beispieleintrag aus Ihrer Software, übernehmen wir genau diese Darstellung für Aufdruck und Datei.
Aufdruck und gespeicherte Kennung in einem Arbeitsgang
Soll die Kennung als Kartennummer aufgedruckt werden, lesen wir auf Wunsch die UID jeder Karte unmittelbar vor dem Druck aus und setzen den umgerechneten Wert als variable Daten ein. Gedruckte und gespeicherte Zahl stammen so aus derselben Lesung, auch wenn Karten in der Maschine die Reihenfolge wechseln. Vorab legen wir fest, welche der möglichen Darstellungen gedruckt wird, ob mit führenden Nullen und ob zusätzlich ein Strichcode oder QR-Code dieselbe Zahl tragen soll.
Zahlenformate: das unsichtbare Übersetzungsproblem
Dieselbe Kennung kann als Dezimalzahl, Hexadezimalfolge oder in umgekehrter Bytefolge erscheinen – je nachdem, welches Gerät sie anzeigt. Zwei Systeme, die scheinbar verschiedene Nummern zeigen, lesen oft exakt denselben Datenträger.
Bevor Datenbestände korrigiert oder Karten getauscht werden, lohnt die Umrechnungsprobe an zwei oder drei Beispielen. Bestätigt sich ein systematisches Muster, ist die Lösung eine Konvertierungsregel beim Import – und ausdrücklich nicht das Neuerfassen des gesamten Bestands.



Primärquellen
Häufige Fragen
Warum zeigt mein Smartphone eine andere UID als der Tischleser?
Apps geben die Kennung meist als Hexfolge mit Doppelpunkten in Lesereihenfolge aus, während Tischleser oft eine Tastatur nachbilden und eine Dezimalzahl eintippen, manchmal in umgekehrter Bytefolge. Übernehmen Sie die Hexbytes der App und rechnen Sie beide Reihenfolgen in Dezimal um; eine der beiden Zahlen entspricht in der Regel der Ausgabe des Tischlesers.
Darf eine UID-Liste doppelte Einträge enthalten?
Bei festen Chipkennungen nicht. Taucht eine Nummer zweimal auf, wurde sie fast immer beim Umrechnen gekürzt, etwa von sieben auf vier Bytes oder von zehn auf acht Stellen. Prüfen Sie vor dem Import die Stellenzahl jeder Zeile. Nur Karten mit Zufallskennung liefern bewusst wechselnde Werte, und diese eignen sich für keine Liste.
Was bedeutet die Zahl mit Komma auf meinem 125-kHz-Chip?
Die Schreibweise mit Komma, zum Beispiel 063,03217, teilt die Kennung in einen Anlagencode und eine Kartennummer, beide dezimal. Sie stammt aus Schnittstellenformaten, die nur einen Teil der Bits an die Steuerung weitergeben. Arbeitet Ihre Software mit diesem Format, muss die Importliste beide Werte getrennt oder genau in dieser Form enthalten.
