RATGEBER

Druckdaten und Datendatei für RFID-Karten vorbereiten

Die Angaben, mit denen aus einer Anfrage eine prüfbare Spezifikation wird.

Stand
24.09.2026
Seitentyp
Ratgeber

Auf einen Blick

Für Einkauf, Installation und Projektleitung. Ein Foto ersetzt weder Muster noch technische Daten.

Drei Punkte vor der Entscheidung:

  • Menge je Motiv und Variante
  • Technik, Kodierung und Personalisierung
  • Prüfmethode vor Serienfreigabe

Vergleichbare Angebote verwenden dieselbe Einheit: Menge je Motiv, Aufbau, Technik, Kodierung, Verpackung und Lieferort. Pflichtumfang und Optionen werden getrennt. Sonst ist ein niedrigerer Preis möglicherweise nur deshalb günstiger, weil Personalisierung, Prüfung oder Transport später als Zusatz erscheinen.

Druckdaten und Oberfläche direkt verwendbar liefern

Für den Kartendruck benötigen wir je Motiv eine druckfähige PDF-Datei mit Vorder- und Rückseite im Endformat 85,6 × 54 mm plus Beschnittzugabe rundum, Schriften eingebettet oder in Pfade umgewandelt. Farben werden im CMYK-Modus angelegt; Sonderfarben geben Sie mit ihrer Nummer aus dem Farbfächer an, weil Firmenfarben auf PVC anders wirken als am Bildschirm. Halten Sie Texte und Logos einige Millimeter vom Rand entfernt, damit sie beim Stanzen nicht angeschnitten werden.

Nennen Sie außerdem die Oberfläche, also glänzend, matt oder mit partiellem Lack, und ob Zusatzelemente vorgesehen sind, etwa Unterschriftsfeld, Magnetstreifen oder Stanzloch für Clip und Band. Stanzlöcher legen wir so, dass sie die Antenne nicht treffen; dafür brauchen wir ihre Lage bereits in der Datei.

Variable Daten, Nummerierung und Kodierung als Tabelle

Namen, Mitgliedsnummern oder Barcodeinhalte senden Sie als CSV-Datei, in der jede Karte eine Zeile und jedes Feld eine Spalte belegt; Passbilder kommen als JPEG-Dateien in einem eigenen Ordner, und die Tabelle verweist in einer Bildspalte auf den jeweiligen Dateinamen. Für fortlaufende Nummern reichen Startwert, Stellenzahl, Angabe zu führenden Nullen und die Position auf der Karte. Soll der Chip beschrieben werden, gehört der Inhalt je Karte in dieselbe Tabelle, damit Aufdruck und Kodierung aus einer Quelle stammen.

Wünschen Sie nach der Fertigung eine Liste der ausgelesenen Kennungen, geben Sie das Format an: hexadezimal oder dezimal, Bytefolge, mit oder ohne Trennzeichen. Diese Liste ordnen wir der gedruckten Nummer zu, sodass jede Karte ohne erneutes Auslesen in die Software importiert werden kann.

Was mit Ihrem Referenzmuster geschieht

Ein beigelegtes Muster lesen wir aus, vermessen es und vergleichen es mit Ihrer Beschreibung. Abweichungen, etwa eine andere Kennungslänge als angegeben oder eine abweichende Kartendicke, melden wir vor dem Angebot zurück. Auf Wunsch geht das Muster mit unseren Messnotizen an Sie zurück. Legen Sie, wenn vorhanden, auch eine bereits bedruckte Karte aus dem Bestand bei; an ihr erkennen wir Druckverfahren, Oberfläche und Farbwirkung, die bei einer Nachbestellung wieder erreicht werden sollen.

Was eine gute Anfrage auszeichnet

Anbieter können nur so präzise antworten, wie gefragt wird. Eine Anfrage mit Referenzmuster, Zielanwendung und Abnahmekriterium erzeugt vergleichbare Angebote; eine Anfrage mit bloßer Stückzahl erzeugt Rückfragen oder – schlimmer – Annahmen.

Der Aufwand ist überschaubar: eine halbe Seite mit Bestandsbeschreibung, gewünschter Personalisierung und dem Test, mit dem die Lieferung geprüft wird. Diese halbe Seite macht Angebote vergleichbar und wird später zur Grundlage der Abnahme – doppelt genutzt statt doppelt geschrieben.

Primärquellen

Häufige Fragen

In welchem Format sollen Kartendruckdaten angelegt werden?

Am besten als druckfähige PDF-Datei je Motiv, mit Vorder- und Rückseite im Endformat 85,6 × 54 mm, Beschnittzugabe rundum, CMYK-Farben und eingebetteten Schriften. Sonderfarben nennen Sie mit Farbfächernummer. Wichtige Texte und Logos halten einige Millimeter Abstand zum Rand, damit sie beim Stanzen nicht angeschnitten werden.

Wie übermittle ich Namen und Nummern für personalisierte Karten?

Als CSV- oder Tabellendatei mit einer Spalte je Feld und einer Zeile je Karte. Fotos liefern Sie als Einzeldateien, deren Namen in der Tabelle stehen. Soll der Chip zusätzlich beschrieben werden, gehört dieser Inhalt in dieselbe Zeile. So stammen Aufdruck und Kodierung aus einer einzigen, kontrollierten Quelle.

Bekomme ich nach der Fertigung eine Liste der Kartenkennungen?

Ja, wenn Sie das gewünschte Format vorab festlegen: hexadezimal oder dezimal, Bytefolge und Trennzeichen. Wir lesen jede Karte nach der Fertigung aus und ordnen die Kennung der aufgedruckten Nummer zu. Die Liste lässt sich dann direkt in die Verwaltungssoftware importieren, ohne jede Karte einzeln am Leser zu erfassen.