PRAXISDOSSIER / TECHNIK

MIFARE® DESFire® technisch verstehen

Applikationen, Dateien, Schlüssel und Generationen werden im Gesamtsystem eingeordnet.

Status
fachlich geprüft
Stand
16.08.2026
Seitentyp
Technik
BILDDOSSIER

Baustein, Datenträger und Systemintegration

Ein Baustein wird nicht losgelöst vom Datenträger bewertet. Die Ansichten stehen für Referenz, Aufbau und Zielsystem.

01 / ENTSCHEIDUNGSPROFIL

Entscheidung

Referenz für abgesicherte HF-Projekte.

Eingangsdaten

Generation und Kapazität der Variante

Kompatibilität

Applikationen, Dateien und zugehörige Rechte

Abnahme

Authentifizierungsprotokoll mit Testschlüsseln

Stoppkriterium

Der Baustein behebt keine schlechte Schlüsselverwaltung.

Prüfmatrix

PrüfschrittZu prüfende AngabeErwarteter Nachweis
EingabeGeneration und Kapazität der VarianteQuelle und Erfassungsmethode angegeben
KompatibilitätApplikationen, Dateien und zugehörige RechteErgebnis auf der Zielhardware wiederholt
AbnahmeAuthentifizierungsprotokoll mit TestschlüsselnAkzeptanzkriterium vor dem Versuch festgelegt

Kurzurteil

Referenz für abgesicherte HF-Projekte.

Applikationen, Dateien, Schlüssel und Generationen werden im Gesamtsystem eingeordnet. Eine Bauteilfunktion wird erst durch korrekte Konfiguration und Prüfung zur belastbaren Systemfunktion.

02 / Bauteil im Gesamtsystem einordnen

  • Generation und Kapazität der Variante
  • Applikationen, Dateien und zugehörige Rechte
  • Authentifizierungsprotokoll mit Testschlüsseln

Ausgangspunkt sind die exakte Variante und „Generation und Kapazität der Variante“. Ein Familienname kann mehrere Speichergrößen, Generationen und Funktionen umfassen; maßgeblich ist die Dokumentation des tatsächlich angebotenen Bauteils.

Danach wird „Applikationen, Dateien und zugehörige Rechte“ mit Leser- und Anwendungskonfiguration verbunden. Speicherbereiche, Schlüssel, Zähler oder NDEF-Inhalte helfen nur, wenn das Gesamtsystem sie korrekt verwaltet.

„Authentifizierungsprotokoll mit Testschlüsseln“ wird schließlich mit beobachteten Befehlen und Antworten protokolliert. Der Baustein behebt keine schlechte Schlüsselverwaltung. Eine Bauteileigenschaft darf nicht als pauschale Zusage für Karte, Tag oder Dienst ausgegeben werden.

Eine Karte kann mehrere Applikationen mit eigenen Dateien, Rechten und Schlüsseln enthalten. Deshalb nennt die Spezifikation Generation, Kapazität, Dateistruktur, Kommunikationsmodi und Diversifikationsstrategie. Die Bausteinsicherheit schützt weder unkontrolliert geteilte Schlüssel noch ein Backend, das Rechte nicht sauber sperren kann.

03 / Prüfplan

01

Variante

Exakten Baustein über „Generation und Kapazität der Variante“ bestimmen.

02

Daten

„Applikationen, Dateien und zugehörige Rechte“ mit der Dokumentation abgleichen.

03

Leser

Relevante Befehle und Antworten sichern.

04

Grenze

„Authentifizierungsprotokoll mit Testschlüsseln“ ohne Verallgemeinerung bestätigen.

Befehle, Antworten, Versionen und Parameter werden festgehalten, damit der Familienname nicht als technischer Nachweis dient.

04 / Integrationsprüfung vorbereiten

Benötigt werden vollständige Bauteilreferenz, zugehörige Dokumentation, Leserkonfiguration und beobachtete Antworten. Der Familienname allein reicht nicht aus.

05 / Dokumentationsbasis

Herstellerdatenblatt und Schnittstellennorm ordnen den Baustein ein. Schlüsselkonfiguration und Integrationsprüfung bleiben eigenständige Nachweise.

Marken. MIFARE und DESFire sind eingetragene Marken von NXP B.V.

Die Namen dienen ausschließlich der technischen Bauteilbezeichnung. Eine Verbindung, Lizenz oder Freigabe durch NXP wird nicht beansprucht.

06 / Häufige Fragen

Welche Referenz wird zuerst geprüft?

Maßgeblich sind die exakte Variante und „Generation und Kapazität der Variante“ in der Dokumentation des angebotenen Bausteins.

Was belegt die Bauteildokumentation?

Der Baustein behebt keine schlechte Schlüsselverwaltung. Sie beschreibt den Baustein, bestätigt aber weder Leser und Schlüssel noch „Applikationen, Dateien und zugehörige Rechte“ im Gesamtsystem.

Welche Prüfung bestätigt die Integration?

Der Versuch deckt „Generation und Kapazität der Variante“, „Applikationen, Dateien und zugehörige Rechte“ und „Authentifizierungsprotokoll mit Testschlüsseln“ auf der Zielinfrastruktur ab.