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Eine Lieferung RFID-Karten vor der Serienabnahme prüfen

Eine Stichprobenprüfung für Druck, Abmessungen, Lesbarkeit, Kodierung und Rückverfolgbarkeit.

Stand
24.09.2026
Seitentyp
Diagnose

Auf einen Blick

Zur Serienabnahme ohne Einzelprüfung jeder Karte. Eine zu kleine Stichprobe kann verteilte Fehler übersehen.

Drei Punkte vor der Entscheidung:

  • über das Los verteilter Stichprobenplan
  • getrennte Sicht- und Funkprüfung
  • Zuordnung von Sichtnummer, Kodierung und Datendatei

Stichproben stammen aus mehreren Kartons und unterschiedlichen Lagen, nicht nur von oben aus dem ersten Paket. Abmessung, Farbe, variable Daten, Lesung und Kodierung werden getrennt geprüft. Fehler werden mit Stücknummer fotografiert und nach Kategorie ausgewertet; ein Gesamtmittel kann einen systematischen Teilfehler verdecken.

Maße und Kartenkörper mit Messschraube und Glasplatte prüfen

Für Karten im Format CR80 genügen eine Messschraube, eine Schieblehre und eine Glasplatte. Die Dicke wird an mehreren Stellen gemessen, nicht nur in der Mitte: Das Nennmaß beträgt 0,76 mm, ISO/IEC 7810 lässt eine Abweichung von 0,08 mm zu. Liegt eine Karte auf der Glasplatte und wippt an einer Ecke, deutet das auf Verzug aus der Laminierung hin; die Norm lässt zwischen Glasplatte und höchster Stelle der Karte höchstens 1,5 mm zu, die Kartendicke eingerechnet. Länge und Breite von 85,6 × 54 mm prüfen Sie an Karten vom Anfang und vom Ende der Nummernfolge.

Die Farbe beurteilen Sie unter gleichem Licht neben dem freigegebenen Andruck oder Muster, nicht am Bildschirm. Bei hellen oder transparenten Karten lohnt ein Blick gegen das Licht: Inlay, Chipmodul und Antenne sollen in allen Karten gleich liegen, damit eine spätere Lochung für Clip oder Band nichts beschädigt.

Kodierung und Nummerierung gegen die Lieferdatei abgleichen

Tragen die Kartons Etiketten mit erster und letzter Nummer ihres Inhalts, ist der Abgleich schnell erledigt: je eine Karte von oben, aus der Mitte und von unten ziehen, Sichtnummer ablesen, UID am Referenzleser erfassen und in der Lieferdatei suchen. Stimmen Zeile und Kennung bei allen drei überein, ist die Zuordnung innerhalb dieses Kartons mit hoher Wahrscheinlichkeit durchgängig. Wie viele Karten aus wie vielen Positionen Sie ziehen, rechnet unser Werkzeug für den Stichprobenplan aus.

In der Datei selbst suchen Sie nach doppelten Kennungen, Lücken in der Sichtnummernfolge und abweichender Stellenzahl. Bei beschriebenen Karten wird zusätzlich der gespeicherte Inhalt gelesen, etwa eine URL oder ein Sektorwert, und geprüft, ob Schreibschutz oder Sperrung wie bestellt gesetzt sind. Eine gesperrte Karte lässt sich nicht nachkodieren, eine versehentlich offene kann von Dritten überschrieben werden; beides fällt nur bei einer gezielten Schreibprobe auf einem Muster auf, das anschließend aussortiert wird.

Funktionsprüfung am Lesertyp des späteren Einsatzes

Die Lesung der Stichprobe gehört an einen Leser desselben Typs, der später im Einsatz ist, nicht nur an einen Tischleser mit großer Reichweite. Karten mit schwacher Anbindung zwischen Chip und Antenne fallen am empfindlichen Tischgerät oft nicht auf, am Wandleser mit kleinerem Feld dagegen schon. Legen Sie die Karten dafür in mehreren Ausrichtungen auf und notieren Sie, ob eine davon nur aus sehr kurzem Abstand antwortet.

Wareneingangsprüfung in zwanzig Minuten

Eine Lieferung Datenträger zu prüfen muss kein Projekt sein: verteilte Stichprobe über die Kartons, Lesung am Referenzgerät, Abgleich von Aufdruck und tatsächlicher Kennung, Sichtkontrolle. Zwanzig Minuten Systematik entdecken die Fehler, die später Wochen kosten würden.

Wichtig ist die Reihenfolge: erst prüfen, dann ausgeben. Ein Fehler, der im Karton entdeckt wird, ist eine Lieferantenfrage; derselbe Fehler nach der Ausgabe an Nutzer ist ein eigenes Rückholprojekt mit Kommunikationsaufwand. Das Prüfprotokoll gehört zur Bestellakte – es ist die Basis jeder Reklamation.

Primärquellen

Häufige Fragen

Wie viele Karten sollte ich aus einer Lieferung ziehen?

Den Stichprobenumfang leiten genormte Verfahren wie ISO 2859-1 aus Losgröße und Prüfniveau ab. Wichtiger als die genaue Anzahl ist die Verteilung: Ziehen Sie Karten aus jedem Karton und aus verschiedenen Lagen und nehmen Sie die erste und letzte Nummer jeder Folge gezielt dazu, weil dort Versatzfehler beim Nummerieren sichtbar werden.

Wie prüfe ich, ob ein NFC-Tag wirklich gesperrt ist?

Versuchen Sie, mit einer Schreib-App einen neuen Inhalt auf ein Muster aus der Lieferung zu schreiben. Ein korrekt gesperrter Tag meldet einen Schreibfehler und behält den ursprünglichen Inhalt. Lässt er sich überschreiben, betrifft das meist die ganze Serie; prüfen Sie dann Stücke aus anderen Kartons, bevor Sie etwas ausgeben.

Was gehört in eine Reklamation an den Kartenhersteller?

Nennen Sie Kartonnummer, Sichtnummer und UID der betroffenen Karten, beschreiben Sie das Fehlerbild und legen Sie Fotos bei, auf denen die Nummer lesbar ist. Senden Sie einige fehlerhafte und einige einwandfreie Karten aus demselben Karton zurück. Mit diesem Vergleich können wir den Arbeitsschritt eingrenzen, in dem der Fehler entstanden ist.